Was gesund macht belohnen...

...was krank macht sanktionieren! Unter dieser Überschrift veröffentlicht die Trainer - Fachzeitschrift Shape Up ein hoch interessantes Interview mit dem Sportwissenschaftler und Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention e.V. sowie Lehrbeauftragten der Uni Hamburg Dr. med. Dirk Lümkemann. U.a. fordert er die tägliche Sportstunde schon im Kindergarten und in der Grundschule, denn: Bewegung macht schlau. Den ganzen Artikel gibt´s hier [684 KB] .

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung und Unterstützung von Dr.med. Dirk Lümkemann sowie dem Herausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift Shape Up Herr Burkhard Lüpke.

40 50 % aller 8 - 18jährigen sind übergewichtig,

...50 - 60 % weisen Haltungsschwächen bzw. -fehler auf und bei 20 - 30 % der Altersgruppe ist ein leistungsschwacher Kreislauf bzw. Kreislaufregulierungsstörungen feststellbar. Auch bei den Erwachsenen sieht es laut Ernährungsbericht 2004 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung nicht unbedingt besser aus. Demnach haben in Deutschland über 65 % der Männer und 55 % der Frauen Übergewicht ( BMI > 25 kg/m⊃2;). Dabei ist nicht jede Hüftrundung gleich ein Kilo zuviel. Um festzustellen, ob das aktuelle Gewicht eine Gefährdung der Gesundheit darstellt, wurde der BMI (Body Mass Index) von Medizinern entwickelt. Er stellt Körpergröße und Gewicht in ein bestimmtes Verhältnis. Alles, was dann im Ergebnis über 25 liegt, gilt als Übergewicht. Auf den Seiten der AOK - Gesundheitskasse findet man einen BMI - Rechner.

Fest steht jedoch, dass ca. 8,7 Mio Deutsche deutlich übergewichtig sind...,

...und dass ist vielleicht ein Grund, weshalb 40 % der Bevölkerung gerade im Frühjahr auf diversen Diäten sind - leider mit nicht allzu viel nachhaltigem Erfolg. Was man tun kann und muss - und was man getrost weglassen kann - damit die guten Vorsätze zum Erfolg und nicht zum Frust führen könnt Ihr u.a. hier auf den Seiten von fit1 erfahren.

Achillissehnenriss...

... und doch keine Operation nötig? Wie auch in der fitForFun Heft 4/05 zu lesen, ist dies laut einer Studie des Belfaster Musgrave Park Hospital möglich. Die an der Studie teilnehmenden 140 Patienten litten an einem akuten, kompletten Riss der Achillessehne. Im Ergebnis der Studie wurde festgestellt, dass eine konservative Therapie effektiver ist als eine sonst übliche Operation. Innerhalb von 24 Stunden wurde der Unterschenkel für 4 Wochen eingegippst und so ruhig gestellt. Danach trugen die Patienten einen Monat lang Schienen. Im übrigen ist der Verfasser dieser Zeilen schon im Jahr 1998 auf ähnliche Weise dem Skalpell entgangen.

Täglich fünf Hand voll Obst und Gemüse...

...soll man essen. Und das möglichst aus der eigenen Region, denn das Grünzeug muss keine riesigen Meere und Gebirge überwinden um bei uns auf dem Tisch zu landen. Durch lange Transporte verlieren die Fitmacher nämlich wichtige Inhaltsstoffe wie z.B. Vitamine. Dabei bleibt die Aufnahme narürlicher Vitamine unverzichtbar. Untersuchungen belegen, dass z.B. in die Nahrung eingebundenes Vitamin C besser vom Körper aufgenommen wird als künstliches Vitamin C. Auf den Seiten von www.fit1.de wird ausführlich der Unterschied zwischen künstlichen und natürlichen Vitamin C erläutert.

Alles über Vitamine - wo sie vorkommen und was sie bewirken - findet ihr u.a. auf den Seiten von www.wissen.de.

Sportlernahrung...

...gibt's als Riegel, Pulver, Tablette oder Getränk - ja eigentlich in allen Variationen. Bei der Fülle der Angebote ist es für den Laien schwer, den Überblick zu behalten und zu beurteilen, wie sinnvoll die Einnahme überhaupt ist. U.a. versuchen die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. hier oder die Seiten des Deutschen Sportbundes www.richtigfit.de hier Entscheidungshilfen zu geben - denn letztlich muss das natürlich jeder für sich selbst entscheiden.

Barfuß laufen und trainieren ist das Beste für unsere Füße. Nur so werden unsere Muskeln, Sehnen und Bänder optimal gestärkt. Leider können wir nicht immer barfuß laufen. Also brauchen wir Schuhe. Aber - Hätten Sie's gedacht? Nach einer Studie welche vom österreichischen Bundesministerium in Auftrag gegeben wurde, tragen 69 % aller Kinder zu kleine Straßenschuhe und sogar ganze 88 % zu kleine Hausschuhe. Schlimmer noch - nur 3 % der untersuchten Kinderschuhe hatten eine korrekte Größenangabe...

... und das heißt, dass wo beispielsweise Größe 30 draufstand nur 27, 28 oder 29 drin ist. Leider ist das auch in Deutschland so. Erstmals wurde in dieser Studie auch der wissenschaftliche Nachweis erbracht, dass das Tragen von zu kurzen Schuhen zu schweren Fußschäden führt.

Nun sollte man meinen, dass das Kaufen von passenden Schuhen gar nicht so problematisch ist - ist es aber offensichtlich doch. Kinderfüße sind wie Gummi und "passen" deshalb ohne Probleme in zu kleine Schuhe. Ein weiterer Grund ist, dass das Nervensystem der Kinder noch nicht so differenziert entwickelt ist, um zu kleine Schuhe als unangenehm und drückend zu empfinden.

Um nun sicher feststellen zu können, ob die ausgesuchten Schuhe nicht nur schön glitzern sondern eben auch die richtige Größe haben, gibt es seit kurzem eine Art Messgerät (siehe Foto). Man kann sich zu der Problematik hervorragend im Internet unter www.kinderfuesse.com informieren. Hier kann man auch das Messgerät beziehen.

Will man sich vor Erkältungen schützen, muss man viel Orangen, Kiwis und anderes an Vitamin C reiches Obst und Gemüse essen - denken wir seit über 60 Jahren. Diese von Nobelpreisträger Linus Pauling aufgestellte These müssen wir wohl nun - glaubt man neuesten Studien - ins Reich der Legenden verbannen. ....

... Dies gilt ganz besonders, wenn eine Erkältung bereits im Anmarsch ist. Dann hilft die berühmte Extraportion Vitamin C wohl gar nichts. Im Fachmagazin "PLoS Medicine" haben ein australischer und ein finnischer Forscher ihre Untersuchungsergebnisse veröffentlicht. Sie haben 55 Studien über Vitamin C im Zusammenhang mit Erkältungen untersucht und sind zum Ergebniss gekommen, dass Vitamin C nur im sehr geringen Maße einer Infektion vorbeugt und im Falle einer Erkrankung nur ein sehr geringer Linderungseffekt erkennbar sei. Allerdings - in 6 der 55 Studien wurden Probanten mit starker körperlicher Belastung untersucht. Soldaten, Skifahrer und Marathonläufer wurden untersucht und seien durch zusätzliche Einnahme von Vitamin C um 50 Prozent weniger von Schnupfen geplagt gewesen als vergleichbare Versuchsgruppen. Um die biochemischen Mechanismen zu klären, soll nun weiter untersucht werden.

Fest steht jedoch trotzdem, dass es zwischen einer Vitamin-C-reichen Ernährung und einem intakten Imunsystem einen direkten Zusammenhang gibt. Entsprechend ernähren sollte man sich aber das ganze Jahr über. Allerdings reicht dazu das Essen z.B. einer Paprika oder Kiwi pro Tag. Die Wirkung von zusätzlich eingenommenen Pillen scheint also eher fraglich zu sein.

Wer die kalte und ungemütliche Jahreszeit trotzdem ohne Triefnase überstehen will, sollte außer ständig gesunder Ernährung viel mehr andere Vorsorge treffen. Das meiden von überheizten Räumen zum Beispiel steht dabei an oberster Stelle. Denn nicht die kalte Luft draußen sondern die zu warme und zugleich trockene Heizungsluft drinnen zählt zu den größten Erkältungsfallen. Es ist erwiesen, dass Menschen in arktischen Breitengraden viel seltener für Erkältungen anfällig sind als in unseren Breiten. Außerdem sind die meisten Krankheiterreger relativ empfindlich gegenüber Kälte.

Trotzdem treten Erkältungen häufiger in der kalten Jahreszeit auf - ein Widerspruch? - Nein, denn das Problem ist, dass wir uns viel häufiger in beheizten und schlecht belüfteten Räumen aufhalten. Die Keimzahl in den Räumen ist höher und im Zusammenhang mit den durch die trockene Luft ausgetrockneten Schleimhäute, welche uns vor den Erkältungsviren schützen, haben die Viren ein leichtes Spiel. Wir müssen uns also gerade in der ungemütlichen Jahreszeit viel draußen an der frischen Luft aufhalten, müssen aber trotzdem nicht auf mollig warme Wohnungen verzichten. Hier reicht das regelmäßige Belüften.



Quelle: www.gesundheit.de, t-online